Stufenmodell: Vier Stufen der Unterrichtsqualität

 

Das Stufenmodell zeigt die vier Stufen der Unterrichtsqualität von Marcus Pietsch1, die einem gut strukturierten Unterrichtsentwicklungsprozess zugrunde liegen. Prof. Dr. Thosten Bohl erläuterte das Modell in seinem Vortrag beim Bildungssymposium 2016 an der PH Vorarlberg. Die Kernaussage liegt darin, dass der Grundstein zum Lernerfolg in der "Tiefenstruktur" des Unterrichts gelegt wird, also im Lernklima, effizienter Klassenführung und der Beziehungsarbeit. Die Tiefenstruktur ist mit wissenschaftlichen Mitteln schwer messbar. Darum verlagern sich viele Bildungsdiskussionen in die sogenannte "Oberflächenstruktur", der Diskussion über offenen oder Frontalunterricht, Klassengröße oder Schulmodellen, denn darüber gibt es empirische Studien. Die Wirksamkeit von positiven Beziehungen im Klassenzimmer und der Lehrperson an sich wird jedoch z.B. in der Hattie-Studie von 2009 aufgezeigt. Das Modell soll verdeutlichen, dass gelingende Entwicklungsprozesse auch Investitionen in die Stufe 1 benötigen. Außerdem können Entwicklungen in Stufe 3 und 4 unter Umständen erfolglos bleiben, wenn Stufe 1 und 2 nicht fixiert sind.

Mehr dazu:

Fachartikel von Dr. Thorsten Bohl, Universität Tübungen beim Bildungssymposium 2016 an der PH Vorarlberg. Thema: Umgang mit Heterogenität: Stand der Forschung, Entwicklungsperspektiven. Zum Nachlesen in der Forschungszeitschrift der PH Vorarlberg, F&E Edition 23, 2016 

1 Publikation von Prof. Dr. Marcus Pietsch, b&W-Artikel 2013. Thema: Was guten unterricht kennzeichnet. hier